21. Bundesbegegnung Jugend jazzt
Workshops
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Neben den Preisen und Fördermaßnahmen bietet die Bundesbegegnung Jugend jazzt allen Teilnehmer:innen ein vielseitiges und inspirierendes Workshop-Programm. Die Workshops ergänzen den Wettbewerb und schaffen Raum für künstlerische Vertiefung, Austausch und gemeinsames Lernen – unabhängig von Wertung oder Auszeichnung.
Geleitet von erfahrenen Jazzmusiker:innen, Dozent:innen und Mentor:innen greifen die Workshops zentrale Themen des Jazz auf: von Improvisation, Ensemblearbeit und Stilistik über Komposition, Arrangement und Bühnenpräsenz bis hin zu Fragen der künstlerischen Identität und beruflichen Perspektiven. Sie bieten Impulse, fördern individuelle Stärken und eröffnen neue musikalische Blickwinkel.
Die Workshops finden am Samstag, 16. Mai im Puschkinhaus und im Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt. Die Workshops sind exklusiv für die Teilnehmenden der Bundesbegegnung und nicht öffentlich.
Dozent: Joel Podolski
Ort: Universität Halle, Konzertsaal
Zeit: 11-12:30 Uhr
max. 7 Musiker:innen
Anmeldung am Info-Point Thalia Theater / Puschkinhaus erforderlich
Stank-Face-Studies! Wie ensteht Groove? Wann fängt ein Bandsound richtig an zu "knacken"? Gemeinsam spielen wir Songs aus den unterschiedlichsten Bereichen des Even-Eights-Repertoires, hören Aufnahmen, lassen das Metronom für uns gegen uns arbeiten und schauen dabei immer wieder zurück auf das oberste Mantra: "Time & Sound!".
Dozent: Joel Podolski
Ort: Universität Halle, Konzertsaal
Zeit: 14:30-16:00 Uhr
max. 7 Musiker:innen
Anmeldung am Info-Point Thalia Theater / Puschkinhaus erforderlich
Jazzmusiker:innen haben sich schon immer an der populären Musik ihrer Zeit bedient. In diesem Ensemble spielen wir Arrangements von Pop- und Rocksongs aus unterschiedlichen Zeiten, unterhalten uns über die Techniken, die für solche Arrangements genutzt werden und hören eine Menge Musik. Fokus: active listening and playing.
Dozent: Hannes Lingens
Ort: Universität Halle, Studiobühne
Zeit: 14:30-16:00 Uhr
max. 7 Musiker:innen
Anmeldung am Info-Point Thalia Theater / Puschkinhaus erforderlich
In diesem Workshop geht es, darum, Tools für spontane Arrangements kennenzulernen, zu entwickeln und zu üben, die z.B. auf Jam Sessions zur Anwendung kommen können: Intros, Soli, Trading, Gemeinsames Solieren, rhythmische Ideen, etc.
Dozent: Joel Podolski
Ort: Universität Halle, Konzertsaal
Zeit: 16:30-18:00 Uhr
Anmeldung am Info-Point Thalia Theater / Puschkinhaus erforderlich
In diesem Ensemble beschäftigen wir uns damit, wie bewusste Limitation im eigenen Spiel das Interplay in einer Band öffnet. Unterstützend begleiten, Themen und Solopassagen gemeinsam gestalten, Raume öffnen und füllen, zuhören und reagieren - darum geht es.
Dozent: Hannes Lingens
Ort: Universität Halle, Studiobühne
Zeit: 16:30-18:00 Uhr
Dies ist kein Gesangsworkshop und es geht auch nicht ums Essen! Grundlage des Workshops ist die mündliche Vermittlung von Spielideen. Wir beschäftigen uns mit offenen Kompositionen und Improvisationsspielen, komponieren gemeinsam und erfinden musikalische Spielregeln, um das so gewonnene Material improvisatorisch anzuwenden und spielerisch zu hinterfragen.
Dozent:innen: Camille Buscot & Michael Schmerschneider
Ort: Thalia Theater / Puschkinhaus
Zeit: 11-12:30 Uhr, 14:30 -16:00 & 16:30-18:00 Uhr
Michael „Roosty“ Schmerschneider: Live-Musikverwertung… Das Ding mit der Kohle
In der modernen Musikwirtschaft verschmelzen künstlerische Tätigkeiten zunehmend mit unternehmerischen Rollen. Die Kooperation zwischen Veranstalter:innen, Label, Agenturen, Publikum und Musiker:innen bildet dabei ein zentrales Bindeglied in der Wertschöpfungskette. Durch schwindende Tonträgerumsätze werden Musiker:innen immer stärker in die Rolle von strategischen Unternehmer:innen gedrängt. Sie müssen klassische Aufgaben von Plattenfirmen, Verlagen, Vertrieben und Agenturen zunehmend selbst kompensieren. Der Workshop konzentriert sich auf die Live-Verwertung, gibt Einblicke in die Rollen aller Beteiligten eines Konzerts und legt den Fokus auf das gemeinsame und erfolgreiche Gelingen von Live-Musik.
Michael „Roosty“ Schmerschneider ist Intendant des SUPERKUNSTFESTIVALS, Deutschlands größtem inklusiven Festival, sowie Initiator der Kulturakademie der Diakonie Nord Nord Ost. Vom Beruf des Musikers wechselte er in verschiedene Funktionen der Kulturwirtschaft und war unter anderem in New York, London, Barcelona, Berlin und Hamburg tätig. Seine Erfahrungen sammelte er in Produktionen mit Künstler:innen wie Deichkind, Lenny Kravitz, Madonna, Mary J. Blige, Nina Hagen, Edguy etc. Er setzt sich intensiv für eine politische Musikkultur gegen Rechts ein und hat dafür diverse Kulturformate entwickelt. Für den Deutschen Musikrat initiierte er 2020 bis heute den Jazz-Truck.
Camille Buscot spricht darüber, was eigentlich alles zum Beruf als Jazzmusiker:in dazugehört – und warum es heute oft nicht reicht, „nur“ gute Musik zu machen. Neben künstlerischer Arbeit geht es auch um Themen wie Selbstvermarktung, Förderungen, soziale Absicherung, Projektorganisation und die Frage, wie man sich in der Musikszene positioniert. Außerdem gibt der Workshop Einblicke, warum Musik und Kultur immer auch politisch sind und wie die Deutsche Jazzunion Musiker:innen dabei unterstützen und vertreten kann. Ein offener Austausch für alle, die mehr über die Realität hinter dem Berufsfeld Jazz erfahren möchten.
Dozent: Marian Kindermann
Ort: Thalia Theater / Puschkinhaus
Zeit: 14:30-16:00 Uhr
Dozentin: Alexandra Lehmler
Ort: Thalia Theater / Puschkinhaus
Zeit: 16:30-18:00 Uhr