Jury

HEIDI BAYER studierte Jazz-Trompete in Mainz bei Axel Schlosser und Frank Wellert, in Essen bei Prof. Ryan Carniaux und an der University of Miami bei Brian Lynch und Martin Bejerano. Neben zahlreichen Sidewoman-Tätigkeiten bei Shannon Barnetts „Wolves & Mirrors“, Maria Portugals „Erosao“, dem Subway Jazz Orchestra u. a. komponiert sie seit 2018 vor allem für ihre eigenen Bandprojekte. 2018 gewann sie mit ihrem Duo Bayer//Scobel den Folkwang Jazz Preis, 2020 erschien das Debut-Album ihres Quartetts „Virtual Leak“. 2022 erscheint ihr zweites Album als Bandleaderin mit ihrem neuen Quintett „KORSH“. Darüber hinaus ist Heidi Bayer seit 2019 als Dozentin für Jazz-Trompete, Bigband und Ensembleleitung an der Universität Oldenburg, seit 2021 an der Hochschule für Musik und Tanz Mannheim und vertretungsweise an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart tätig.

ODILO CLAUSNITZER geboren und aufgewachsen in Bonn, hat vor langer Zeit auch mal bei Jugend jazzt mitgemacht. Dann wechselte er die Seiten, studierte Philosophie und Musikwissenschaft und schreibt und redet seitdem über Jazz: für die Zeitung, als Festival-Moderator und als Radioautor für diverse ARD-Sender. Seit 2019 ist er Jazzredakteur beim Deutschlandfunk und produziert in dieser Funktion Sendungen, Konzertmitschnitte und Tonträger.

EVA KLESSE begann ihre schlagzeugerische Ausbildung mit 11 Jahren. Sie studierte Jazzschlagzeug an den Musikhochschulen Leipzig, Weimar und Paris und setzte ihre Studien an der New York University fort. Sie ist Mitglied mehrerer Ensembles, u.a. im Julia Hülsmann Oktett, im Quartett Trillmann, im Sarah Chaksad Orchestra sowie ihrer eigenen Band, dem Eva Klesse Quartett (mit Evgeny Ring, Philip Frischkorn und Marc Muellbauer) und spielt außerdem mit Musiker*innen wie Ethan Iverson, Marilyn Mazur, Wolfgang Muthspiel und Nils Landgren. Neben ihrer weltweiten Konzerttätigkeit veröffentlichte sie vier Alben bei enja (yellowbird) records: „Xenon“ (2014), „Obenland“ (2016), „miniatures“ (2018) und „creatures & states“ (2020). Ihr Debütalbum „Xenon“ wurde 2015 mit dem Echo Jazz in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet. 2013 erhielt Eva den Leipziger Jazznachwuchspreis der Marion-Ermer Stiftung, 2017 wurde sie mit dem Westfalen Jazz Preis ausgezeichnet, 2019 mit dem JTI Trier Jazz Award. 2021 wurde Eva in der Kategorie „Schlagzeug national“ für den Deutschen Jazzpreis nominiert und erhielt 2021 den SWR Jazzpreis. Seit 2018 lehrt Eva Klesse als Professorin für Jazzschlagzeug an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.


MARKO LACKNER wurde in Kärnten geboren und wechselte während des Studiums nach Köln, wo er sich als Saxofonist, Komponist und Dirigent in der deutschen Szene etablierte. Er arbeitete unter anderem mit „Bob Brookmeyers New Art Orchestra“, dem „Sunday Night Orchestra Nürnberg“, dem „Cologne Contemporary Jazz Orchestra“, der WDR Big Band, der NDR Bigband und dem Bundesjazzorchester. Lackner wurde 2003 Professor für Bigband und Saxofon an der Hochschule für Musik Dresden, seit 2009 hat er eine Professur für Bigband und Komposition an der Hochschule für Musik Würzburg.
Marko Lackner ist Juryvorsitzender der 18. Bundesbegegnung Jugend jazzt.

NILS LANDGREN ist einer der wichtigsten und prägendsten europäischen Jazzmusiker der vergangenen Jahrzehnte. Und auch einer der kommerziell erfolgreichsten, gehört er doch zu den wenigen, die mit Jazz ein breites Publikum weit über die Szene hinaus erreichen, ohne sich dabei künstlerisch oder persönlich zu verbiegen. Zwei Bücher über ihn (zuletzt 2018 der Gesprächs- und Bildband „Das Nils Landgren Alphabet“) und zahllose Auszeichnungen unterstreichen diesen Rang: Etliche seiner Alben bekamen den German Jazz Award und den schwedischen GRAMMY, nach Ehrungen wie dem Sir George Martin Music Award, dem Tore Ehrling Prize oder dem Joachim-Ernst-Berendt-Ehrenpreis, der Ehrendoktorwürde der Universität Karlstad oder dem von König Carl Gustaf persönlich überreichten schwedischen Orden „Letteris et Artibus” und „Medaljen för tonkonstens främjande“ erhielt er 2019 das Bundesverdienstkreuz für seine „Rolle im kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Skandinavien, sowie für sein vielfältiges Engagement zur Förderung junger Nachwuchskünstler aus Deutschland und Skandinavien“.

Leider musste Nils Landgren seine Mitwirkung bei der Jury aus gesundheitlichen Gründen absagen

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